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Start-up-Finanzierung I

Dachfonds geplant

Von Michaela Schellner

03.04.2025
Stefan Haubner
Stefan Haubner ist Politik-Beauftragter bei Invest.austria und treibt die Dachfonds-Initiative bereits seit Jahren voran.© Romar Ferry | www.romarferry.com

Mit dem Dachfonds hat es eine Kernforderung von Invest.austria, Österreichs führendem Non-Profit-Netzwerk für Investoren am vorbörslichen Kapitalmarkt, ins Regierungsprogramm geschafft. Als Fund-of-Funds-Modell konzipiert soll dieser dafür sorgen, dass Jungunternehmen und KMU einfacher und schneller an frisches Kapital kommen, nicht ins Ausland abwandern und Österreichs Position als Technologie- und Innovationsstandort gestärkt wird. Wie der Dachfonds konkret ausgestaltet sein wird, steht ebenso wie der Zeitpunkt der Einführung noch nicht fest. Das Kapital dafür soll jedenfalls von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen, Stiftungen und Banken kommen und in Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds investiert werden. Diese wiederum sollen dann österreichische Start-ups und KMU finanzieren. 

Auch noch nicht klar ist, wo der Dachfonds angesiedelt sein soll. Martin Kocher, früherer Arbeits- und Wirtschaftsminister sowie zukünftiger Chef der Oesterreichischen Nationalbank, sprach sich diesbezüglich für die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) aus, die als Förder- und Finanzierungsbank der Republik Österreich fungiert. Auch die Öbag, die als unabhängige Holding ihren Schwerpunkt auf aktives Beteiligungsmanagement legt, ist im Gespräch. Stefan Haubner, Politik-Beauftragter bei Invest.austria, erklärt: „Wer auch immer dieses Vehikel aufsetzt, muss sich natürlich darum kümmern, dass ausreichend Kapitalausstattung für diesen Fonds vorhanden ist. Unserer Ansicht nach sollte er eine Größenordnung zwischen 200 und 500 Millionen Euro haben.“ Wichtig seien zudem ein professionelles Management und eine auf Rendite abzielende Strategie. „Nur dann ist es für Investoren auch ein attraktives Investment“, so Haubner.

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