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Was ist eigentlich … Alpha?
GEWINN erklärt die wichtigsten Begriffe aus ­Wirtschaft und Börse in einfachen Worten.
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Wirtschaft und Börse – einfach erklärt!

Was ist eigentlich … Alpha?

Ist aktives Fondsmanagement erfolgreich? Diese Kennzahl zeigt es schwarz auf weiß.

Von Martin Mayer

24.09.2024
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An den Finanzmärkten beschreibt die Kennzahl Alpha die abweichende Wertentwicklung eines Investments gegenüber der Entwicklung der verwendeten Vergleichsgröße (Benchmark). Damit misst Alpha die Fähigkeit eines Anlegers oder Fondsmanagers, eine höhere Rendite im Vergleich zu einem bestimmten Marktindex oder einer Benchmark zu erzielen, bzw. welchen Mehrwert ein Investmentmanager durch kluge Entscheidungen erwirtschaften kann.

Besser als der Vergleichsindex

Wenn wir von Alpha sprechen, vergleichen wir also die Rendite eines Portfolios mit der Rendite eines Referenzindex, z. B. des ATX, des DAX oder des S&P 500. Angenommen, man investiert in einen Aktienfonds, der den ATX Total Return (ATX TR) als Vergleichsindex hat. (Dieser Index beachtet ja im Unterschied zum normalen ATX auch die Dividendenausschüttungen der darin enthaltenen Unternehmen.) Wenn der ATX TR im Jahr um fünf Prozent steigt, der Fonds aber sieben Prozent erwirtschaftet, beträgt das Alpha zwei Prozent. Das bedeutet, das Fondsmanagement hat zwei Prozent mehr Rendite aus dem zugrundeliegenden Markt, gemessen am Vergleichsindex, herausgeholt.

Umgekehrt kann das Alpha auch negativ sein. Wenn der Fonds nur drei Prozent Rendite erwirtschaftet, während der ATX TR um fünf Prozent gestiegen ist, beträgt das Alpha minus zwei Prozent. In diesem Fall hat der Fonds schlechter als der Markt abgeschnitten.

Was beeinflusst Alpha?

Es gibt viele Faktoren, die das Alpha beeinflussen können: Ein wesentlicher Faktor sind die Fähigkeiten des Fondsmanagements: Kann das Management den Markt gut analysieren und Anlageentscheidungen treffen, die bessere Renditen erzielen? Hier zeigen Studien, dass nur wenige aktiv verwaltete Fonds es auf lange Sicht schaffen, den Markt laufend zu schlagen.

Zum Alpha beitragen können auch Marktanomalien: Manche Manager identifizieren besondere Chancen oder Anomalien, wie unterbewertete Aktien, die zu einem höheren Alpha führen können.

Und Fonds, die ein höheres Risiko als der Gesamtmarkt eingehen, haben entsprechend auch höhere Ertragserwartungen. Daher sollte man den Ertrag eines Fonds immer in Relation zum Risiko setzen. Zum Beispiel zeigt die sogenannte Sharpe Ratio genau diesen risikoadjustierten Ertrag an, der es erlaubt, verschiedene Investments miteinander zu vergleichen.

Unterschied zu Beta

Beta drückt aus, wie eng der Kurs einer Aktie, eines Fonds oder eines anderen Anlagevehikels dem jeweiligen Gesamtmarkt (meistens gemessen an einem Index) folgt. Zum Beispiel, wie sich die BMW-Aktie zum DAX verhält.

Hat Beta einen Wert von eins, bedeutet das, dass sich die Aktie im Gleichklang mit dem DAX entwickelt. Bei einem Beta von null ist keine Abhängigkeit zu erkennen, und ein negatives Beta zeigt auf, dass sich die Aktie gegenläufig zum Gesamtmarkt entwickelt.

Alpha misst also die Fähigkeit, den Markt zu „schlagen“, während Beta die Empfindlichkeit gegenüber Marktschwankungen angibt.

Fazit

Alpha ist ein zentraler Begriff im Investmentbereich und zeigt, ob ein Fondsmanagement durch kluge Entscheidungen Mehrwert gegenüber dem Markt erzielt hat. Positives Alpha bedeutet, dass der Fonds besser als der Markt abgeschnitten hat, während ein negatives Alpha darauf hinweist, dass der Fonds schlechter war. Es ist eine wichtige Kennzahl für Investoren, um die Leistung eines Fonds oder einer Anlage zu bewerten und Entscheidungen zu treffen.

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