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Privatunis drehen auf
Alfred Pritz, Rektor SFU: „Die Entscheidung der AQ war nicht wirklich fair.“
© SFU – Sigmund Freud Universiät/Kurt Hörbst 2018, Sigmund Freud Privatuniversität

Ausbildung

Privatunis drehen auf

Über die letzten 20 Jahre hat sich ihr Anteil an Studenten verzehnfacht – obwohl Privatunis spezialisierte Studiengänge haben, Gebühren von bis zu 14.000 Euro pro Semester verlangen und für so manche Aufregung sorgen.

Von Fini Trauttmansdorff und Erich Brenner

02.01.2023
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Stichwort Aufregung: Um die Qualität und die Genehmigung von Studiengängen sicherzustellen, muss sich jede Privatuniver­sität in Österreich der Prüfung der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ) unterziehen. Die Quote von nur 15 Prozent an Zulassungen zeigt, dass diese Prüfung sehr hohe Ansprüche stellt. Rund alle fünf Jahre muss sich jede der Privat­unis – und Fachhochschulen – aufs Neue von der AQ überprüfen lassen.

So viel zur Theorie. In der Praxis hat es gerade erst im November 2022 große Aufregung um den Entzug der Akkreditierung des Masterstudiengangs Humanmedizin an der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) gegeben. Nicht nur, weil hier ausgerechnet Ärzte ausgebildet werden, die gerade händeringend gebraucht werden und ohne einen Masterabschluss keine vollwertigen Ärzte sein dürfen. Nein, auch weil es sehr kurzfristig nach Semes­terstart geschah.

Dazu der Rektor der SFU, Alfred Pritz: „Ich halte sehr viel von der Qualitätsüberprüfung der AQ, das hilft uns ja auch nur, besser zu werden. Doch diese Entscheidung war nicht wirklich fair“, so sein Eindruck. „Es geht um kleinere Dinge, die man laufend anpasst, und der entscheidende Punkt war, dass wir zwar nachweislich ausgezeichnete Lehrende aus verschiedenen Krankenhausverbänden in Wien haben, doch sind sie mit zu wenigen Stunden angestellt.“

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